Radfahren in Rellingen – da kommt Fahrt auf!

Rellingen radelt bereits in der dritten Woche STADTRADELN mit 492 Teilnehmer*innen. Es sind fast 44.280 km gefahren und somit 6 t CO2 vermieden worden. Toll!

Zum Vergleich: Ein Flug von Hamburg nach Palma de Mallorca für eine Person würde ca. 558 kg CO2 Emissionen verursachen. Das klimaverträgliche Jahresbudget eines Menschen beträgt rund 2,3 t CO2 (Quelle: Atmosfair).

Radfahren in Rellingen und Umgebung bedeutet aber auch, dass u.a. viele Radwege im schlechten Zustand sind und unklare Wegweisungen für Radfahrende bestehen.

Im Verkehrsausschuss am 04.06.2019 wurden nun erste wichtige Maßnahmen auf den Weg gebracht.

Wir GRÜNE befürworten eine konsequente Fortführung und Ausweitung der Maßnahmen. Eine fahrradfreundliche Infrastruktur macht Sinn. „Knapp die Hälfte aller Autofahrten ist kürzer als 6 Kilometer und ein knappes Viertel sogar kürzer als 2 Kilometer. Jeder Kilometer, der mit dem Fahrrad statt mit dem Pkw zurückgelegt wird, spart rund 140g CO2 und dient damit dem Klimaschutz.“ (Quelle: www.vcd.org)

Unser „grüner“ Favorit: Die Einrichtung von Fahrradstraßen auf häufig von Radfahrenden befahrenen Strecken innerhalb Rellingens bzw. auf Verbindungen zu anderen Kommunen. Vorteil der Fahrradstraße: Sie ist eine kostengünstige Lösung, die relativ schnell umgesetzt werden kann. Anlieger, bzw. besonders ausgewiesene Nutzer, haben in der Fahrradstraße weiterhin freie Fahrt, müssen sich allerdings dem Radverkehr anpassen, d.h. Tempo 30 ist Pflicht und Radfahrende haben grundsätzlich Vorrang.

Die Hempbergstraße könnte z.B. eine Fahrradstraße sein, denn sie dient vielen Kinder und Jugendlichen als Schulweg, aber auch alle Radfahrenden Richtung Krupunder/Halstenbek hätten dadurch eine sichere und angenehme Radverkehrsverbindung. Doch leider konnten wir dazu bisher keine politischen Mehrheiten herstellen.

Als besonders kritischer Bereich hat sich der Baumschulenweg herauskristallisiert. Dank unseres Antrages auf dem Verkehrsausschuss am 04.06.2019 und der Initiative zahlreicher Bürger*innen und dort ansässiger Unternehmen konnten wir eine politische Mehrheit für konkrete Maßnahmen erreichen.

Innerhalb unserer Gemeinde und im Kreis Pinneberg ist in Sachen Radverkehr mittlerweile einiges in Bewegung gekommen:

  • Am 01.06.2019 ist die „Richtlinie zur Förderung des Ausbaus der Radverkehrsinfrastruktur im Kreis Pinneberg“ in Kraft getreten.

Siehe dazu https://www.kreis-pinneberg.de/Verwaltung/Fachbereich+Ordnung/Fachdienst+Stra%C3%9Fenbau+und+Verkehrssicherheit/Team+Tiefbau/Radverkehrsinfrastruktur.html

Auf dieser Grundlage wird auch die Gemeinde Rellingen Fördermittel beantragen.

  • Für die Metropolregion Hamburg werden derzeit mögliche Streckenverläufe für einen Radschnellweg Elmshorn-Hamburg ermittelt. Leider wird der Radschnellweg nach derzeitiger Planung nicht durch Rellingen führen, aber wir GRÜNEN werden uns für eine gute Anbindung an den Radschnellweg stark machen. Damit Rellinger Pendler*innen mit dem Rad schnell und sicher den zukünftigen Radschnellweg nutzen können. Siehe auch http://geoportal-hamburg.de/beteiligung_radschnellweg_4/node/2
  • Die Kommune Rellingen ist Mitglied bei der „Kommunalen Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Fuß- und Radverkehrs in Schleswig-Holstein“.
  • Seit November 2018 stellt jede Fraktion eine/n Radverkehrsbeauftrage/n. So soll überparteilich, in Zusammenarbeit mit der Verwaltung, an Lösungsvorschlägen gearbeitet werden.
  • Schadensmeldungen bzgl. der Rad- und Fußwege in Rellingen können ganzjährig auf der Homepage www.rellingen.de eingegeben werden. Siehe dazu https://www.rellingen.de/buergerservice-und-politik/service/schadensmelder/

Wir bleiben an dem Thema dran und hoffen auf Unterstützung durch viele (radfahrende) Rellinger*innen!

Sprechen Sie uns gerne an!