Mehr Rückenwind für den Radverkehr in Rellingen!

Rellinger GRÜNE fordern die Aufhebung der Radwegebenutzungspflicht und das Einrichten von Fahrradstraßen in Rellingen

Rellingen, 23. Juni 2020

Radfahren in Rellingen und Umgebung liegt voll im Trend. Gerade in Coronazeiten sind die vielen Radfahrer im Ort sichtbar aufgefallen. Viele Strecken, die bewältigt werden müssen, sind oft nur 5 bis 10 Kilometer lang. Ideal, um aufs Rad zu steigen und das Auto stehen zu lassen. Das A und O sind gute Radwege, die das Radfahren noch attraktiver machen. Gute Verbindungen ermöglichen flüssiges und sicheres Vorankommen.

Davon ist so manche Radstrecke in Rellingen weit, kilometerweit entfernt. Viele Radwege ähneln vielmehr einem Hindernisparcours: holprig, zu schmal oder von unklaren Führungen gekennzeichnet. Besonders schwierig stellt sich die Situation in der Hauptstraße dar. Auf dem Abschnitt zwischen Poststraße/Hauptstraße und dem Ortsbeginn Pinneberg besteht eine Radwegebenutzungspflicht. Das bedeutet, dass Radfahrende auf diesem Abschnitt verpflichtet sind, den Rad-/Fußweg zu benutzen.

Wer an einem Freitagvormittag in der Hauptstraße unterwegs ist, kennt die kniffligen Konfliktsituationen, denen man sich als Radfahrender hier stellen muss: dem Ausweichen der vielen Fußgänger, dem immer sehr konzentrierten Beachten der vielen Einfahrten zu den Parkplätzen und Querstraßen, die unklaren Wegführungen wie z.B. an der Kreuzung Hauptstraße/Tangstedter Chaussee! Ganz zu schweigen von sehr engen Passagen auf fast der gesamten Strecke.

Für Radfahrende mit Kinderanhänger oder Lastenfahrräder ist diese Strecke unmöglich zu fahren. Mobilitätswende sieht anders aus!

Deswegen fordern die Rellinger GRÜNEN die Aufhebung der Radwegebenutzungspflicht in Rellingen umgehend zu prüfen.

Bei der Aufhebung der Radwegebenutzungspflicht wäre die Beschilderung des Gehweges mit dem Zeichen 239, Zusatzschild „Radfahrer frei“, sinnvoll. So verbleibt grundsätzlich die Entscheidung beim Radfahrenden. Dieser könnte sowohl auf der Straße als auch auf dem Gehweg fahren. Denn hierbei hat vor allem die Sicherheit für z.B. für in Begleitung fahrender Kinder etc. Vorrang. Eine wichtige ergänzende Maßnahme auf der Hauptstraße wäre aus Sicht der GRÜNEN die Einführung von Tempo 30.

Einrichten von Fahrradstraßen in Rellingen

Ein weiterer wichtiger Baustein für die Mobilitätswende und die Förderung des Radverkehrs in Rellingen ist das Einrichten von Fahrradstraßen. Die Stadt Pinneberg ist Rellingen in dieser Hinsicht bereits meilenweit voraus. Dort sollen demnächst 16 Fahrradstraßen ausgewiesen werden u.a. im Fahltskamp.

Daher setzen sich die GRÜNEN initiativ für eine logische und vor allem sinnvolle Fortführung auf der Rellinger Seite, sprich im Oberen Ehmschen und Ehmschen, ein.

Diese vielbefahrene Radfahrstrecke ist Schulweg, Arbeitsweg und wichtige Verbindung zum S-Bahnhof Pinneberg. Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Strecken, die sich als Fahrradstraßen anbieten wie z.B. die Hempbergstraße, eine wichtige Verbindung zwischen den Rellinger Ortsteilen sowie der Erich-Kästner-Grundschule und der Caspar-Voght-Schule.

Die GRÜNEN fordern ein zukunftsorientiertes Mobilitätskonzept für Rellingen, in dem Radverkehr, Fußverkehr und ÖPNV eine zentrale Rolle spielen. Nur so kann gemeinsam ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz geleistet und den steigenden Stauzahlen entgegen gewirkt werden.

Weitere Informationen:

Übrigens, Kinder bis 8 Jahren müssen auf dem Fuß/Radweg fahren. Kinder zwischen 8 und 10 Jahren können auf dem Fuß-Radweg fahren. Siehe hierzu auch StVO § 2 (5).

Ansprechpartnerin:

Anja Keller

Gemeinderätin

Radverkehrsbeauftragte

Tel: 04101 – 373197

E-Mail: ankeller@email.de