Einweihung der Käthe – Schaller-Straße am 21.07.2026
Wir haben am 21.Juli 2026 eine Premiere gefeiert – endlich erhält eine Straße in Rellingen einen Frauennamen. Eine Straße im neuen Gewerbegebiet wird nach der Rellinger Bürgerin Käthe Schaller benannt.
Der Akt, eine Straße nach einer Rellinger Frau zu benennen, dieser Akt hat eine Geschichte, die Geschichte der Vision der Gleichstellungsarbeit in Rellingen seit 1995, dass Frauen als wichtige Mitglieder unserer Gesellschaft endlich auch sichtbarer Teil unserer Gesellschaft werden und einfließen in die bisher von Männern bestimmte Geschichtserzählung. Diese neue Geschichtserzählung aus Frauenperspektive mit vielfältigen und interessanten Biographien dokumentiert die bis heute nicht oder zu wenig wertgeschätzten Leistungen, die Frauen für unsere Gesellschaft erbracht haben und immer noch bringen und ohne die unsere Gesellschaft zum Stillstand käme!
Dass dies Wirklichkeit wird, ist der herausragenden Porträt-Arbeit der Rellinger Projektgruppe „ Frauen und Heimat“ zu verdanken, die seit 1997 daran gearbeitet hat, das Leben und Wirken von Rellinger Frauen ins Zentrum der Öffentlichkeit zu rücken und zu würdigen. Dieses Zitat stammt aus der ersten Broschüre „Porträts Rellinger Frauen“, die im August 2006 herausgebracht wurde.
Wir feiern also auch das bedenkenswerte Jubiläum „ 20 Jahre Porträts Rellinger Frauen“ der Gruppe Frauen und Heimat.
Seit 2004 hat die Gruppe in Rellingen recherchiert und 34 Frauenporträts zusammengetragen. So ist ein großer Schatz entstanden, aus dem auch in Zukunft Inspiration geschöpft werden kann für die noch kommenden Straßen, Gebäude etc., die zu benennen sein werden.
Dank der Unterstützung der Gleichstellungsbeauftragten Nina Timmermann, die den Impuls einer Rellinger Bürgerin aufgriff und des Antrages von Anja Keller, Gemeinderätin von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN im August 2022 im Verkehrsausschuss der Gemeinde Rellingen, der einstimmig angenommen wurde, ist das jetzt möglich.
Es soll nicht verschwiegen werden, dass die Mehrheitsfraktion sich mit einer konsequenten Umsetzung als Zeichen der Gleichstellung schwertut, wie es der Name der zweiten Straße in diesem Gewerbegebiet bezeugt.
Leider sind auch die Vorschläge der Gruppe Frauen und Heimat nicht eingeflossen in die Namensentscheidung, obwohl sie ausdrücklich dazu aufgefordert wurden, für das Gewerbegebiet geeignete Frauennamen auszuwählen. Die vorgeschlagenen Frauen hatten auf Grund ihrer Berufe und Tätigkeiten eindeutig einen Bezug zur Bestimmung dieses neuen Quartiers.
Demgegenüber wird man Käthe Schaller nicht gerecht. Sie hätte es verdient, entsprechend ihrer großartigen Leistung als Sportlehrerin z.B. die Turnhalle für die neue Erich-Kästner-Schule mit ihrem Namen zu schmücken.
Dennoch:
Wir feiern diese Premiere mit Freude und großer Befriedigung als einen ersten Schritt in die richtige Richtung!
Foto: eigene Aufnahme

